Wir glauben an die Basislehren der christlichen Kirche, wie sie im apostolischen Glaubensbekenntnis festgeschrieben sind. Damit stehen wir auch auf der Glaubensbasis der Deutschen Evangelischen Allianz.

Apostolisches Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
 empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, 
gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
 hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,
 aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
 von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, 
Vergebung der Sünden,  Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
 Amen.

Glaubensbasis der Deutschen Evangelischen Allianz

Wir bekennen uns

  • zur Allmacht und Gnade Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in Schöpfung, Offenbarung, Erlösung, Endgericht und Vollendung;
  • zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung;
  • zur völligen Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen;
  • zum stellvertretenden Opfer des menschgewordenen Gottessohnes als einziger und allgenügsamer Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren Folgen;
  • zur Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Jesus Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist;
  • zum Werk des Heiligen Geistes, welcher Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen bewirkt, im Gläubigen wohnt und ihn zur Heiligung befähigt;
  • zum Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist;
  • zur Erwartung der persönlichen, sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit; zum Fortleben der von Gott gegebenen Personalität des Menschen; zur Auferstehung des Leibes zum Gericht und zum ewigen Leben der Erlösten in Herrlichkeit.

vom 2. September 1846, sprachlich überarbeitet 1972

„Wir selbst sind eine überkonfessionelle Gemeinde, aber keinesfalls gegen Konfessionen als solche. Wir möchten uns einsetzen für die Einheit der Gemeinde Jesu, und dabei nicht zu sehr auf die Unterschiede christlicher Kirchen und Gemeinden achten, was nur zur Abgrenzung führt. Wir möchten Gemeinschaft mit allen Christen pflegen, die auf diesen grundlegenden Glaubensgrundsätzen stehen.“
  • an den dreieinigen Gott: ewig, einig, aber in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist, gleich an Wesen, Herrlichkeit und Macht;
  • dass Gott der souveräne Urheber aller Dinge ist;
  • dass die ganze Bibel in Altem und Neuem Testament das inspirierte Wort Gottes ist, im Originaltext durch den Heiligen Geist eingegeben und ohne Fehler. Die Bibel ist der Maßstab unseres Handelns und die Grundlage unseres Glaubens.

Wir glauben an Gott, den Vater: unendlich, geistlich, persönlich. Vollkommen an Heiligkeit, Weisheit, Macht und Liebe, der voller Barmherzigkeit in das Leben der Menschen eingreift.
Wir glauben, dass Gott, der Vater, Gebet hört und beantwortet und all jene vor ewigem Tod und von Sünde errettet, die im Vertrauen auf Seinen Sohn Jesus Christus zu Ihm kommen.

Wir glauben an den Sohn, Jesus Christus: vollständig Gott und vollständig Mensch, vom Heiligen Geist gezeugt und von einer Jungfrau geboren. Wir glauben, dass Er ein sündloses Leben führte, an Seine Lehre und Seine Wunder und dass Er die Erlösung für unsere Sünden durch Seinen stellvertretenden Tod am Kreuz für uns ermöglicht hat. Wir glauben, dass Er körperlich von den Toten auferstanden ist, um in den Himmel aufzufahren, zur Rechten des Vaters zu sitzen und dort für uns Fürbitte zu leisten.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der vom Vater und Sohn kam, um diese Welt von Sünde und Gericht zu überführen und Gottes Gerechtigkeit deutlich zu machen. Wir glauben, dass er in jedem Gläubigen wohnt und ihn versiegelt, ihm Kraft gibt und spezielle Gaben schenkt. Er ist der Helfer, den Jesus uns an Seiner statt gesandt hat. Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, hat Er Seinen Heiligen Geist auf die Gläubigen in Jerusalem ausgegossen und sie befähigt, Sein Gebot zu erfüllen, das Evangelium in der ganzen Welt zu predigen.

Wir glauben, dass Jesus die Gläubigen zum Zeitpunkt der Wiedergeburt oder zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Heiligen Geist tauft. Dies ist ein anderes Erlebnis als die neue Geburt zum Heil (Wiedergeburt).

Wir glauben, dass der Heilige Geist heute noch so wirkt, wie zur Zeit der Apostel durch die Ausübung der biblischen Geistesgaben zur Erbauung der Gemeinde. In unseren Gottesdiensten streben wir vor allem nach der höchsten Frucht des Heiligen Geistes, der Liebe, und der daraufhin folgenden Heiligung des Lebens der Gläubigen.

Unsere Überzeugungen zu folgenden Themen:

Sünde und Erlösung

Wir glauben, dass alle Menschen von Natur aus von dem heiligen Gott durch ihre Sünde getrennt sind. Von sich aus sind die Menschen nicht in der Lage, Wiedergutmachung für ihre Übertretungen zu leisten und sind daher auf einen Retter angewiesen.

Die Errettung, die Erlösung und die Vergebung der Sünden hat Jesus Christus durch Seinen stellvertretenden Opfertod am Kreuz für uns möglich gemacht. Dies ist ein Angebot, das Jesus Christus jedem Menschen macht. Wenn ein Mensch sich von seiner Sünde abwendet, das heißt, Buße tut und sich im glaubenden Vertrauen auf das Sühneopfer Jesu verlässt und Ihm als seinem persönlichen Erretter vertraut, wird dieser Mensch augenblicklich „von neuem geboren“ und mit dem Heiligen Geist versiegelt. Alle Sünden, die vergangenen und zukünftigen, sind vergeben. Dieser Mensch wird so zu einem Kind Gottes und wird die Ewigkeit bei Gott verbringen.

Heiligung als Lebensstil

Für Christen ist es wichtig, einen Lebensstil der Heiligung zu leben. Unser Ziel ist es, Jesus immer ähnlicher zu werden. Dazu gehören neben einer intensiven Beziehung zu Ihm das Befolgen der Gebote Gottes und täglich neue Umkehr von den begangenen (neuen) Sünden und die Bitte um Vergebung durch Gott.

Teufel, Himmel und Hölle

Wir glauben, dass das Weltgeschehen von dem großen Kampf des Teufels als Widersacher mit dem allmächtigen Gott geprägt ist. Der Teufel, Satan, ist aber kein ebenbürtiger Gegner, sondern ein geschaffenes Wesen, ursprünglich ein Engel, der in Rebellion gegen Gott ging. Durch den Tod Jesu am Kreuz wurde der Teufel ein für allemal besiegt, auch wenn er zur Zeit noch einen gewissen, von Gott eingeräumten Handlungsspielraum besitzt.
Wir glauben an eine reale Hölle als ein von Gott geschaffener Ort der Trennung von Ihm und einem Ort der endgültigen Bestrafung für Satan, seine Dämonen und die unerlösten Menschen.

Wir glauben an einen realen Himmel, gekennzeichnet durch die Gegenwart Gottes selbst, heilig und frei von jeder Verunreinigung durch Sünde oder Rebellion. Der Himmel ist die Zukunft der Menschen, die an Jesus als den Sohn Gottes glauben und die das Geschenk Jesu, die Vergebung der Sünden, im Glauben angenommen haben. Im Himmel werden sie die Ewigkeit verbringen.

Entrückung der Gemeinde

Wir erwarten die Entrückung der Gemeinde Jesu als großes Ereignis vor dem Beginn der sogenannten „großen Trübsal“, einer Zeit, die vom Zorn des heiligen Gottes auf eine unheilige Erde gekennzeichnet ist.

Calvary Chapel steht zu der Überzeugung, dass die Gemeinde Jesu noch vor dieser im Buch der Offenbarung beschriebenen 7jährigen Periode entrückt wird. Sie wird diese Zeit nicht auf der Erde miterleben, da die Gemeinde nicht zum Zorn Gottes bestimmt ist.
Wir glauben an das zweite Kommen Jesu Christi auf diese Erde. Gemeinsam mit Seinen Heiligen, der Gemeinde, wird Er als herrlicher König auf dies Erde zurück kommen. Seine Wiederkehr wird in Person sein, für alle sichtbar stattfinden und liegt vor dem sogenannten tausendjährigen Reich.

Anbetung

Die Liebe Gottes, Seine Heiligkeit und Gnade und die Erwartung Seiner Wiederkehr motivieren uns zu Anbetung, die von Herzen kommt.

  • Wir glauben, dass Anbetung geistlich sein soll: in der Zeit der Anbetung sind wir flexibel und offen für das Leiten des Heiligen Geistes, dafür, dass Er die Anbetung lenkt.
  • Wir glauben, dass Anbetung inspirierend sein soll: zeitgenössischer Musik räumen wir einen großen Stellenwert ein in unserer Anbetungszeit.
  • Wir glauben, dass Anbetung weise sein soll: der Schwerpunkt in unseren Gottesdiensten liegt auf der Lehre des Wortes Gottes, durch das wir wissen, wie Gott angebetet werden möchte.
  • Wir glauben, dass Anbetung fruchtbar sein soll: wir wünschen uns als deutlichstes Zeichen im Leben der Anbetenden die Liebe.

Die Liebe Gottes motiviert uns neben der Anbetung zu eifrigem Studium des Wortes Gottes, regelmäßiger Gemeinschaft mit anderen Christen, der Glaubenstaufe, der Teilnahme am Abendmahl und zu einem hingegebenen Dienst.
Taufe und Abendmahl stehen dabei allen wiedergeborenen Christen offen.

Lehre

Der Schwerpunkt unserer Gottesdienste liegt auf der Lehre des Wortes Gottes.

Wir wollen die Bibel in einer Art lehren, dass die Gemeinde und Gäste verstehen können, was Gottes Wort meint und was es für unser tägliches Leben praktisch bedeutet. Dazu lehren wir die Bibel in unseren Gottesdiensten auslegend Vers für Vers und Kapitel für Kapitel.

Taufe

Wir glauben, dass für einen Mensch, der sich für die Nachfolge Jesu entscheidet, die Wassertaufe durch vollständiges Untertauchen der nächste Schritt auf dem geistlichen Weg ist.

Die Taufe ist das äußere Zeichen einer inneren Veränderung. Sie ist die Möglichkeit, sich öffentlich zu Jesus Christus zu bekennen, zu Seinem Leben, Tod und Seiner Auferstehung von den Toten. Wir glauben nicht, dass die Taufe eine errettende Wirkung hat oder die Glaubenden in Gottes Augen annehmbarer macht. Sie ist als Zeugnis und Gehorsamsschritt allerdings ein Bekenntnis mit immenser Wirkung nach innen und außen.

Was wir nicht glauben

  • Wir glauben nicht an das Proklamieren oder Bekennen der Wort-des-Glaubens-Bewegung. Darunter versteht man, dass Gott sich dem Proklamieren oder dem Bekennen der Glaubenden beugt und so Wunder und Heilungen geschehen müssen.
  • Wir glauben nicht an eine Wohlstandstheologie, die lehrt, dass wahrhaft glaubende Christen automatisch erfolgreich und wohlhabend sein werden.
  • Wir glauben nicht an menschliche Prophezeiungen, die die Offenbarung des Wortes Gottes übersteigen.
  • Wir glauben nicht an die Überbetonung der Geistesgaben oder an einen Glauben, der rein auf Erfahrungen basiert und dabei die biblische Lehre vernachlässigt.
  • Wir glauben nicht, dass Christen dämonisch besessen sein können.