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In dgdev

Und es geschah, als es Abend war, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her. Und als der Tau aufgestiegen war, siehe, da lag etwas in der Wüste, rund und klein, so fein wie der Reif auf der Erde. Und als es die Kinder Israels sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Dies ist das Brot, das euch der HERR zur Speise gegeben hat!
(2. Mose 16,13-15)

Das Volk Israel würde es „Manna“ nennen (2. Mose 16,31), aber zuerst fragten sie sich, was das war. Eine riesige Nation reiste durch die öde Wüste, und sie brauchten Nahrung. Sie konnten sich nichts kaufen; sie mussten Gott vertrauen, dass Er für sie sorgte, und Er schickte es jeden Morgen vom Himmel.

Das Brot aus dem Himmel kam jeden Tag, so als würde es der Morgentau zurücklassen. Es war klein, rund und fein wie der Reif am Boden. So war es nicht leicht, es einzusammeln. Es musste zusammengefegt werden. In 2. Mose 16,31 steht, dass es aussah wie Koriandersamen (in etwa so groß wie Sesamkörner) und so süß war wie Honig. 4. Mose 11,7 sagt, dass es die Farbe von Bedellion hatte (die Farbe von Perlen). Sie bereiteten das Manna zu, indem sie es entweder backten oder kochten (2. Mose 16,23).

Was war dieses Brot vom Himmel? Manche wollen es etwas zuordnen, was die Araber heute „Mann“ nennen. Es entsteht, wenn „ein winziges Insekt in die Rinde eines Tamariskbaumes sticht, den Saft trinkt, und eine klare Flüssigkeit absondert, die zu einer Zuckerkugel kristallisiert, wenn sie auf den Boden fällt. Wenn die Sonne aufgeht, schmilzt diese und verschwindet.“ (Buckingham) Auch wenn das Brot vom Himmel diesem „Mann“ der Halbinsel Sinai ähnlich ist, war es nicht dasselbe. Das Mann gibt es nie in großen Mengen, nie das ganze Jahr über und ist nur auf ein kleines Gebiet beschränkt.

Eine bessere Frage als „Was?“ ist vielleicht „Warum?“ Warum hat Gott sie mit Manna versorgt? Seine Absicht damit war nicht nur um der materiellen Not Israels zu begegnen, sondern um sie ewige Lektionen über die Abhängigkeit von Gott zu lehren: „Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von all dem lebt, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht.“ (5. Mose 8,3)

Wenn Gott zulässt, dass wir in Not kommen, dann will Er mehr tun, als uns in dieser Not zu helfen. Er will uns ewige Lektionen lehren. Manchmal muss Gott uns auf diese Art lehren, weil wir zu dickköpfig sind um es anders zu verstehen. „Tiere trainiert man oft mit Futter. Wenn sie es anders nicht verstehen, lernen sie durch Hunger, Durst und ihr Futter.“ (Spurgeon)

Das Schicken des Manna lehrte Israel auch, wie man mit Gott arbeitet. Sie konnten sich nicht einfach zurücklehnen und Gott legte ihnen das Essen in den Mund. Israel mit dem Brot des Himmels zu ernähren war ein Beispiel dafür, wie Gott mit den Menschen zusammenarbeitet. Israel konnte kein Manna hervorbringen; und Gott würde es nicht für sie einsammeln. Jeder musste seinen Part erledigen.

Als das Manna kam, wusste Israel nicht, was es war. Der Name „Manna“ (gegeben in 2. Mose 16,31) bedeutet „Was ist das?“ und kommt von der Frage, die sie in 2. Mose 16,15 stellten. Wenn Gott uns versorgt, erkennen wir das oft nicht. Gott hat versprochen, dass Er sich um alle unsere Bedürfnisse kümmert, nicht um alle unsere Erwartungen. Lässt du Gott diese Woche das Unerwartete tun?

Von David Guzik

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