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In dgdev

Als aber der Herr sah, dass er hinzutrat, um zu schauen, rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich! (2. Mose 3,4)

Die Bibel sagt uns, dass Mose, zu der Zeit als Gott seine Aufmerksamkeit bekam, die Herde seines Schwiegervaters hütete. Die Grammatik des original hebräischen Textes lässt den Schluss zu, dass er viele Jahre die Schafe hütete. Vierzig Jahre lang lebte Mose als Hirte draußen in der Wüste. An diesem Punkt seines Lebens hatte er noch nicht einmal eine eigene Herde, die Tiere gehörten seinem Schwiegervater.

Eines Tages brachte Mose die Schafe zum Horeb, der „Berg Gottes“ genannt wurde. Später nannte man ihn auch Berg Sinai. Der Name „Horeb“ bedeutet wahrscheinlich „Wüste“ oder „Trostlosigkeit“ und beschreibt die Gegend dort. Mitten im Nirgendwo sah Mose etwas Erstaunliches: einen brennenden Busch, der nicht verbrannte.

Nicht nur, dass Mose einen brennenden Busch sah; es ist ja nicht ungewöhnlich, dass Büsche in der Wüste sich entzünden. Aber es gab zwei Dinge, die auffällig waren an diesem Busch. Erstens erschien ein Engel des Herrn darin. Zweitens verbrannte der Busch nicht, obwohl er in Flammen stand. Der brennende Busch, der nicht verbrannte, zog Mose an, wie ein Magnet. Er wollte sich das genauer anschauen. Einige sagen, der brennende Busch ist ein Bild für Gottes Gnade, die uns zu Ihm zieht.

Schau dir das Bild an. Es war ein Dornbusch, denn das hebräische Wort kommt von dem Wort „ stechen“, also muss es ein Dornengestrüpp gewesen sein. Dornen stehen für Fluch, denn Adam wurde dazu verdammt zwischen Dornen und Disteln zu ernten (1. Mose 3,18). Wir haben hier also das Bild von einem Fluch, der brennt (ein Bild für Gericht) ohne dabei verzehrt zu werden (ein Bild für Gottes Gnade und Barmherzigkeit).

Aber der wunderbare Anblick an sich war nicht Gottes Absicht. Gott sprach nicht zu Mose, bis er nicht seine volle Aufmerksamkeit hatte. Erst „als der Herr sah, dass er hinzutrat“ sprach er zu Mose. Um uns herum können erstaunliche und wunderbare Dinge passieren. Aber oft spricht Gott erst dann, wenn wir uns Ihm zuwenden und zuhören. Möchtest du, dass Gott zu dir spricht? Gib Ihm deine volle Aufmerksamkeit indem du dich Seinem Wort zuwendest.

Von David Guzik

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