Von
In dgdev

Da wandte sich Mose an den HERRN und sprach: Herr, warum lässt du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt? Denn seitdem ich hineingegangen bin zum Pharao, um in deinem Namen zu reden, hat er dieses Volk schlecht behandelt, und du hast dein Volk gar nicht errettet! (2. Mose 5,22-23)

Es lief nicht gut für Mose, nachdem Gott ihn dazu berufen hatte das Volk Israel zu befreien. Mose war dem Pharao gegenübergetreten und hatte gehofft, dass Gott Türen öffnen würde. Aber der Pharao schlug die Tür zu. Als Mose sagte: „Lass mein Volk ziehen“, antwortete der Pharao: „ich werde sie noch schlechter behandeln.“ All das machte das Volk Israel wütend, und es verwirrte und entmutigte Mose. Also schüttete Mose Gott sein Herz aus: „Herr, warum bringst du dem Volk noch mehr Probleme? Warum hast du mich geschickt?“ Für Mose machte das alles keinen Sinn und entsprach nicht Gottes Plan.

Wenn du verwirrt und entmutigt bist, dann ist es gut, wenn du das vor Gott bringst, aber es ist schlecht, wenn du Gottes Verheißungen vergisst. Zuvor bei dem brennenden Busch hatte Gott gesagt: „Aber ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand. Aber ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all meinen Wundertaten, die ich in seiner Mitte tun will; danach wird er euch ziehen lassen.“ (2. Mose 3,19-20) Soweit es Gott betraf, lief alles nach Plan.

Auch wenn Gott Mose vorgewarnt hatte, schien Mose zu hoffen, dass alles ganz leicht ging. Er hoffte, dass er den Pharao bitten würde, der Pharao sagt „Ja“ und Gott würde verherrlicht. Aber so funktionierte das nicht. In dieser schweren Zeit kamen die alten Ängste zurück: „Ich bin nicht der, den Gott schicken sollte.“ „Gott wird nicht durchdringen.“ „Der Pharao und die Ägypter sind zu stark.“ Mose fehlte es immer noch an Glauben und Vertrauen, und das musste sich ändern oder zumindest verbessern.

F.B. Meyer schreibt über diese Zeit in Moses Leben: „Die Seelenpein durch die Mose durchging, muss für ihn wie der Tod gewesen sein. Er starb seiner Selbstachtung, seinem selbstgemachten Schloss, seinem Stolz auf seine Wunder, seiner Begeisterung für sein Volk, allem, was eine bekannte Führungsperson liebt. Als er allein auf dem Boden vor Gott lag, sich zurück nach Midian wünschte und sich selbst für nutzlos hielt, fiel er wie ein Weizenkorn auf den Boden um zu sterben, damit er nicht länger allein blieb, sondern um viel Frucht zu bringen.“

Vielleicht hatte Mose geglaubt, dass die Zeit des Sterbens vorbei war, nachdem er 40 Jahre lang in Midian Schafe gehütet hatte. Aber das war es nicht. Das ist es nie. Gott wird immer Schwierigkeiten dazu benutzen, um uns darin zu trainieren, Ihm zu vertrauen, bis zu dem Tag wo wir bei Ihm im Himmel sind. Wenn dich das entmutigt, kehr um zu dem Vertrauen in einen liebenden Gott, der dich besser kennt, als du dich selbst.

Von David Guzik

Kürzlich erschienene Beiträge