Von
In dgdev

Und als sie von dem Pharao hinausgingen, trafen sie Mose und Aaron an, die dort standen und auf sie warteten. Da sprachen sie zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, dass ihr uns verhasst gemacht habt vor dem Pharao und seinen Knechten und ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, um uns zu töten. (2. Mose 5,20-21)

Mose trat dem Pharao im Namen des Herrn gegenüber und forderte ihn auf, das Volk Israel gehen zu lassen. Der Pharao war darüber nicht erfreut. Statt Moses Bitte nachzukommen, machte er die Situation der israelitischen Arbeiter noch schlimmer. Bis zu diesem Punkt hatte Moses Handeln Israels Lage härter gemacht, und nicht besser. Der Pharao war wütend. Das Volk Israel war wütend, und noch müder als je zuvor. Mose war einfach entmutigt.

Kannst du die Klagen der Menschen hören? Sie sagten zu Mose: „Der Herr sehe auf euch und richte es, dass ihr uns verhasst gemacht habt vor dem Pharao.“ Was hatten Mose und Aaron verbrochen? Sie hatten die Kinder Israels „verhasst gemacht vor dem Pharao“. Als Israel sich der Sklaverei durch den Pharao unterworfen hatte, hätte man glauben können, dass der Pharao ihnen freundlich gesinnt war. Nun, wo der Gedanke an Freiheit die Gedanken der Israeliten bestimmte, zeigte der Pharao, wie er wirklich zu ihnen stand. Er hasste sie. Wenn sie unterwürfige Sklaven geblieben wären, gut. Wenn sie frei sein wollten, hasste er sie.

In mancher Hinsicht ist es dasselbe mit dem geistlichen Kampf, den wir mit dem Feind unserer Seelen führen. Satan scheint „freundlich“ zu sein, wenn wir seine Herrschaft anerkennen. Schwimme mit dem Strom und unterwerfe dich Satan und alles sieht „friedlich“ aus. Aber wenn wir frei werden in Jesus, wird Satan versuchen uns das Leben schwer zu machen. Wir müssen diesen Gegenangriff erwarten und die Freiheit, die wir in Jesus gewinnen, viel höher schätzen als die anscheinend „friedliche Bindung“, die Satan bietet.

Als Mose das erste Mal zum Volk Israel ging und ihnen die Freiheit anbot, waren sie begeistert. In 2. Mose 4,31 steht: „Da glaubte das Volk. Und als sie hörten, dass der HERR sich der Kinder Israels angenommen und ihr Elend angesehen habe, da neigten sie sich und beteten an.“ Nun, beim Gegenangriff ihres Sklavenmeisters, war ihr Glaube, ihre Begeisterung und ihre Anbetung aus Kapitel 4 weg.

Viele Christen sind voll Freude, wenn alles gut läuft, aber echte Reife zeigt sich, wenn wir mitten im Kampf Gottes Frieden haben. Egal was dir bevorsteht, du kannst voller Freude sein und Gott dafür danken, wer Er ist, auch wenn du nicht verstehst, was Er tut. Du kannst den Frieden Gottes haben, auch wenn der Feind dich angreift.

Von David Guzik

Kürzlich erschienene Beiträge