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Du sollst auch einen Tisch aus Akazienholz herstellen; zwei Ellen soll seine Länge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe. Und du sollst ihn überziehen mit reinem Gold und ringsum mit einem goldenen Kranz versehen . . . Und du sollst allezeit Schaubrote auf den Tisch legen, vor meinem Angesicht. (2. Mose 25,23-24+30)

Bevor Israel Ägypten verließ, wusste Mose, dass Gott sie durch die Wüste in das verheißene Land führen würde. Er wusste nicht, dass Gott aus ihm einen Bauleiter und Möbelhersteller machen wollte. Gott befahl Mose die Konstruktion eines Zelts als Begegnungsstätte zu überwachen und er sollte besondere Gegenstände für das Zelt herstellen. Sowohl das Zelt (besser bekannt als „Stiftshütte“) als auch die Innenausstattung wurden nach der Vorgabe, die Gott Mose auf dem Sinai gegeben hatte, gebaut.

Eines dieser besonderen Möbelstücke war ein Tisch für die Schaubrote. Diese Bibelstelle erzählt uns von den Maßen, die der Tisch hatte: zwei Ellen (1 Meter) lang, eine Elle (½ Meter) breit und anderthalb Ellen (2/3 Meter) hoch. Das war ungefähr die Größe eines kleinen Esstisches, bestand aus Akazienholz und war mit Gold überzogen. Aber das Wichtigste am Tisch der Schaubrote war nicht der Tisch an sich, sondern das Brot darauf.

Wenn man in die Stiftshütte hineinkam, stand der Schaubrottisch rechts, gegenüber von einem goldenen Leuchter. Auf diesem Tisch lagen zwölf Brote- doch es waren eher Fladenbrote. Das waren die „Schaubrote“, gemacht aus feinem Mehl. Die zwölf Schaubrote – eins für jeden Stamm Israels – lagen auf dem Tisch und wurden leicht mit Weihrauch besprenkelt. Einmal die Woche legte der Priester frisches Brot darauf und die Priester durften das alte Brot essen (3. Mose 24,5-9)

Die Bedeutung und die Wichtigkeit der Schaubrote zeigt sich im Namen. „Schaubrot“ bedeutet wörtlich „Brot der Gesichter“. Es war dafür gemacht, dass man es vor Gottes Angesicht aß. F.B. Meyer nannte es das „Gegenwartsbrot“. Wenn man die Schaubrote aß, aß man Gottes Brot in Gottes Haus als ein Freund oder Gast des HERRN, man erfreute sich an Seiner Gastfreundschaft.

In dieser Kultur bedeutete zusammen essen einen andauernden und heiligen Bund der Freundschaft. Das Essen der Schaubrote im Haus Gottes war eine Art zu sagen: HERR, ich liebe Dich und suche Dein Angesicht.“

Die Schaubrote mussten immer frisch sein. In regelmässigen Abständen nahm der Priester die alten Brote „die man von dem Angesicht des HERRN hinweggetan hatte, um warmes Brot aufzulegen.“ (1. Samuel 21,6) Gott will, dass wir mit Ihm Gemeinschaft haben, eine Zeit vor Seinem Angesicht, um frisch zu bleiben. Es ist so als ob unsere Zeit mit Gott ein Verfallsdatum hat, und wir sollten uns niemals mit einer alten und schimmeligen Beziehung zum HERRN zufrieden geben.

Alles in der Stiftshütte deutete auf die eine oder andere Weise auf Jesus. Jesus identifizierte sich selbst mit den Schaubroten, als Er sagte: „Ich bin das Brot des Lebens . . . , das aus dem Himmel herabgekommt, damit, wer davon isst, nicht stirbt. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist.“ (Johannes 6,48-51) So wie wir das Brot zum Überleben brauchen, brauchen wir Jesus um zu leben, sowohl jetzt als auch für die Ewigkeit. Wir sind vollkommen abhängig von Jesus, so wie wir von Nahrung abhängig sind. So wichtig wie Brot für unser Überleben ist, so wichtig ist auch die Gemeinschaft mit Gott für uns Menschen. Die Schaubrote zeigen die Worte im Vaterunser: „Gib uns unser täglich Brot“ (Lukas 11,3). Heute kannst du dein tägliches Brot bekommen – „frisches Brot“ – von Gott.

Von David Guzik

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