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In dgdev

Lass meine Seele leben, damit sie dich lobe,
und deine Rechtsbestimmungen seien meine Hilfe!
Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf;
suche deinen Knecht!
Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.
(Psalm 119,175-176)

Das Ende von Psalm 119 passt. Die letzten paar Verse beginnen mit: „Lass meine Seele leben, damit sie dich lobe, und deine Rechtsbestimmungen seien meine Hilfe.“ Der Psalmist hatte erkannt, dass er beides brauchte: Leben von Gott und Führung durch Sein Wort. Mithilfe dieser Kombination von Leben und Führung konnte er eine gesunde Beziehung zu Gott aufbauen.

Das Ende dieses Abschnitts des großartigen Psalms betont das Verlangen des Psalmisten nach Gott und seine Abhängigkeit von Ihm. Seine Liebe und Hingabe zu Gottes Wort hat ihn geistlich nicht unabhängiger gemacht, sondern noch abhängiger von Gott. Was brauchte der Psalmist?

  • Verständnis (119,169)
  • Errettung (119,170)
  • die Fähigkeit Gott richtig zu loben (119,171-172)
  • die Kraft ein aufrichtiges Leben zu leben (119,173-174)
  • die Kraft um durchzuhalten (119,175)

Dieser tolle Psalm endet mit einem bewegenden Satz: „Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf.“ Der Psalmist erinnerte sich an seine eigene Schwachheit und Tendenzen zur Sünde (in die Irre wie ein verlorenes Schaf), und deshalb bat er Gott ihn zu suchen. Er war nicht wie ein Hund oder eine Katze, die irgendwie den Weg zurück nach Hause finden; er war wie ein verlorenes Schaf, das sich immer weiter von der Herde entfernt, bis der Hirte es findet und zurückbringt.

Bemerke die folgenden Zeilen: „Suche deinen Knecht! Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen.“ Man kann vermuten, dass Gott Seinen Diener in Seinem Wort suchte. Gott sucht uns in Seinem Wort. Sein Wort testet uns; es ermutigt uns; es stärkt uns; es ermahnt uns; es hilft uns; es lehrt uns; es gibt uns Verständnis; es beschützt uns.

Es ist bedeutsamer Satz: „Suche deinen Knecht.“ Er gab zu, dass er verloren war und es brauchte, dass Gott nach ihm suchte – denn er war arm, verloren und schwach. Doch er war auch ein Knecht Gottes, und auf dieser Basis konnte er um Hilfe bitten.

Dieser wundervolle Psalm endet damit, dass er uns daran erinnert, dass die Macht und Größe von Gottes Wort nicht nur in seiner literarischen Brillianz liegt. Seine Größe und Herrlichkeit ist die Tatsache, dass Gott zu uns kommt und uns in seinem Wort und durch Sein Wort sucht.

Von David Guzik

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