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In dgdev

Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. (2. Mose 19,4)

Das Volk Israel hatte den ersten Teil ihrer Reise hinter sich gebracht – raus aus Ägypten und auf den Berg Sinai zu. Dort würden sie ein Jahr lang bleiben und Gott gab ihnen Sein Gesetz. Als sie an demselben Berg ankamen, an dem der HERR zu Mose durch einen brennenden Busch gesprochen hatte, hatte Gott etwas ganz Besonderes zum Volk Israel zu sagen.

Zuerst erinnerte Er sie an ihren Triumph über die Ägypter („Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe“). Israel musste immer und immer wieder daran erinnert werden, dass der HERR, ihr Gott, größer war als die ägyptischen Götter. In unseren Leben sollte es niemals einen Wettkampf zwischen Gott und irgendetwas anderem geben; wir müssen uns daran erinnern, dass Er größer ist als irgendjemand oder irgendetwas sonst.

Als nächstes sprach Er mit ihnen über Seine liebende Fürsorge. „Wie ich euch auf Adlersflügeln getragen habe.“ Hier benutzt der HERR ein wertvolles – und machtvolles – Bild. Man sagt, dass ein Adler seine Jungen nicht mit den Krallen trägt wie andere Vögel. Die kleinen Adler setzen sich auf den Rücken der Mutter und sind so vor jedem Angriff vom Boden aus geschützt. Jeder Pfeil eines Jägers muss erst die Mutter durchbohren, bevor er das Kleine auf ihrem Rücken erreicht.

Der HERR sorgt genauso liebevoll für dich. Egal welche Pfeile und Angriffe dich treffen wollen, sie müssen zuerst durch den HERRN selbst. Das trifft auf zwei Arten zu: Erstens hat Jesus jede Versuchung ertragen als Er auf der Erde war. Die Bibel sagt, dass Jesus einer war, „der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.“ Jesus sitzt auf dem Thron im Himmel zur Rechten des Vaters und kann jeden Pfeil nachfühlen, denn derselbe Pfeil wurde auch auf Ihn geschossen. Zweitens muss alles, was uns widerfährt, die Erlaubnis von Gott haben. Gott ist niemals die Quelle des Bösen oder der Versuchung, aber es liegt vollkommen in Seiner Macht, die Anfechtung jederzeit zu beenden. Die Tatsache, dass Er es zulässt, bedeutet, dass Er eine Absicht damit in deinem Leben hat – und die Absicht ist nicht, dich umzubringen. Der Todespfeil muss erst durch Ihn bevor er eins Seiner Kinder trifft.

Und schließlich spricht Er zu Israel über den Zweck Seiner Befreiung. Er rettete Israel, damit sie eine Beziehung zu Ihm haben. Als Er sie aus Israel führte, sagt Gott, dass Er sie „zu mir gebracht“ hat. Gott hat sie nicht befreit, damit sie ihr eigenes Ding machen konnten, sondern damit sie Gottes Volk sein konnten.

So ist es auch in unserem Leben. Jesus rettet uns nicht, damit wir für uns selbst leben, sondern damit wir für Ihn leben. In 2. Korinther 5,15 steht: „Er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ Seine Absicht ist es, uns zu Ihm zu führen. Er hat dich gerettet damit du mit Ihm eine Beziehung hast.

Von David Guzik

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